
Der Verein zur Förderung des Instituts für Strafrecht und Strafprozessrecht der Universität zu Köln
Über den Verein
Wissenschaft, Lehre und Praxis des Strafrechts
Forschung und Lehre leben von dem Austausch mit praktisch tätigen Strafjuristen, denn die Trennlinien zwischen der Wissenschaft vom Strafrecht, seiner Lehre und der Praxis des Strafrechts werden immer durchlässiger. So müssen Forschung und Lehre die aktuellen Fragestellungen der Praxis aufgreifen und werden von ihnen befruchtet. Gleichzeitig steigt die Zahl hochkarätiger Praktiker aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern kontinuierlich, die das Strafrecht an der Universität zu Köln neben den Universitätsprofessoren lehren. Umgekehrt verlangt die Praxis eines Strafrechts, das mit großer Geschwindigkeit in viele Bereiche gesellschaftlicher Regulierung vordringt, stets auch eine kritische wissenschaftliche Reflexion auf die Grundlagen des Strafrechts. Diese Diskussion von Theorie und Praxis des Strafrechts wird zunehmend über die nationalen Grenzen hinweg geführt.
Der Verein als Forum gemeinsamer Diskussion
Das aus dem ehemaligen Kriminalwissenschaftlichen Institut hervorgegangene Kölner Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht steht in der großen Tradition der Kölner Strafrechtswissenschaft. Durch den Verein wird die Brücke zu der in Deutschland quantitativ wie qualitativ herausragenden Kölner Strafrechtspraxis geschlagen. Diese Verbindung von Theorie und Praxis wird die Pflege des Strafrechts in Köln bereichern. Studierende, Mitarbeiter und Lehrende des Instituts finden in dem Verein Ansprechpartner aus der Praxis, umgekehrt ist der Verein ein Forum, in dem Probleme der Praxis theoretisch analysiert werden. Der Verein wird dazu jedes Semester zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung einladen. Mindestens einmal im Jahr wird ein aktuelles Thema des Strafrechts einer breiteren juristischen und universitären Öffentlichkeit präsentiert. Daneben bietet der Verein eine Plattform für Informations- und Fortbildungsveranstaltungen.
Der Verein als Kontaktbörse und als Ort der Begegnung der Kölner Alumni des Strafrechts
Der Verein stellt den Kontakt von Studierenden und Mitarbeitern vor allem zu Kölner Praktikern im Strafrecht, her. Umgekehrt findet die Praxis durch den Verein Kontakt zu Studierenden und jungen Wissenschaftlern, die sich auf das Strafrecht spezialisiert haben oder noch spezialisieren wollen. Den ehemaligen Mitarbeitern des Instituts bietet der Verein die Möglichkeit, mit ihrem Institut in guter Verbindung zu bleiben und ihre Erfahrungen für das Institut fruchtbar zu machen.
Der Verein als Förderer
Hochwertige rechtswissenschaftliche Forschung und Lehre bedarf einer guten Bibliothek. Das Institut verfügt über eine große, im Verlauf fast eines Jahrhunderts zusammengetragene Bibliothek vor allem zum deutschen Strafrecht. Gefordert sind die kontinuierliche Aktualisierung dieses Bestandes und die notwendige Erweiterung auf den Gebieten des europäischen wie des internationalen Strafrechts. Der Verein wird das Institut dabei finanziell unterstützen.
Kontakt / Kontoverbindung
Kontakt
Verein zur Förderung des ISS
- Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski -
Albertus-Magnus-Platz
D - 50923 Köln
Telefon: +49 (0)221 / 470 - 4284
Telefax: +49 (0)221 / 470 - 2027
E-mail: Verein zur Förderung des ISS
Kontoverbindung:
Verein zur Förderung des ISS
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Sparkasse KölnBonn
Organisation
Der Austausch zwischen Strafrechtswissenschaft und -praxis und die internationalen Bezüge des Strafrechts stehen im Zentrum der Aktivitäten des Vereins.
Der Vorstand wird dabei durch ein Kuratorium und einem internationalen Beirat unterstützt.
Vorstand
- Elisabeth Auchter-Mainz (Generalstaatsanwältin a.D., Opferschutzbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen)
- Felix Baenisch (Staatsanwalt, Köln)
- Ulrich Boden (Oberstaatsanwalt, Köln)
- Dr. Denise Fuchs-Kaninski (Richterin, Köln)
- Dr. Nikolaos Gazeas (Rechtsanwalt, Köln)
- Dr. Mareike Herrmann (Richterin, Köln)
- Prof. Dr. Claus Kreß (Universität zu Köln, 2. Vorsitzender)
- Prof. Dr. Frank Neubacher (Universität zu Köln)
- Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski (Universität zu Köln, 1. Vorsitzende)
- Jürgen Sauren (Rechtsanwalt, Köln)
- Prof. Dr. Bettina Weißer (Universität zu Köln)
- Prof. Dr. Martin Waßmer (Universität zu Köln, Schatzmeister)
Kuratorium
- S.E. René Blattmann (Richter am IStGH, Den Haag)
- Elisabeth Doleisch von Dolsperg (Vorsitzende Richterin am OLG Köln)
- Prof. Norbert Gatzweiler (Rechtsanwalt, Köln)
- Jürgen Kapischke (Generalstaatsanwalt am OLG Köln)
- Eberhard Kempf (Rechtsanwalt, Frankfurt a.M.)
- Peter Lewis (Chief Executive des Crown Prosecution Service, London)
- Dr. Ruth Rissing-van Saan (Vorsitzende Richterin am BGH, Karlsruhe)
- Prof. Bruno Terhorst (Vorsitzender Richter a.D. am LG Köln)
- Peter Wilkitzki (Ministerialdirektor im BMJ a.D.)
Internationaler Beirat
- Prof. Dr. Luigi Cornacchia (Universität Lecce)
- Prof. Dr. Eduardo Demetrio Crespo (Universität Castilla-La Mancha)
- Prof. Dr. Alexander Dimakis (Universität Athen)
- Dr. Ozan Erozden (Yildiz Technische Universität Istanbul)
- Dr. Khalid Ghanayim (Universität Haifa)
- Prof. Dr. Makoto Ida (Keio University, Tokio)
- Prof. Daniel Nsereko (Richter am IStGH, Den Haag)
- Prof. Dr. Daniel Pastor (Universität Buenos Aires)
Jahresbericht(e)
Jahresbericht 2014/2015
Sehr geehrte Mitgliederinnen und Mitglieder des Fördervereins des Instituts für Strafrecht und Strafprozessrecht,
zum Jahresende ist es uns ein zentrales Anliegen, die wichtigsten Aktivitäten des Instituts im vergangenen akademischen Jahr 2014/2015 noch einmal Revue passieren zu lassen. Größere und kleinere Vortragsveranstaltungen zu gleichermaßen dogmatisch interessanten wie rechtspolitisch aktuellen Themen haben das akademische Jahr 2014/2015 geprägt.
Zum Auftakt der Berichtsperiode fand im Herbst 2014 nach bewährter Tradition eine größere Fördervereinsveranstaltung statt. Mit dem Veranstaltungsthema „Mörder ist, wer...“ wurde eine aktuelle Debatte zur Reform der Tötungsdelikte aufgegriffen und von wissenschaftlich unterschiedlichen Standpunkten beleuchtet. Frau Dr. Anke Morsch (Staatssekretärin im Justizministerium des Saarlandes), Frau Edith Lunnebach (Rechtsanwältin aus Köln), Herr Josef Janßen (Vorsitzender Richter am Landgericht Bonn) sowie Herr Professor Dr. Tonio Walter (Universität Regensburg sowie Richter am Oberlandesgericht Nürnberg) diskutierten miteinander und den zahlreich erschienenen Zuhörern den Reformbedarf und die Reformoptionen der §§ 211, 212 StGB.
Daran anknüpfend gewann das Institut im Januar 2015 durch Frau Professor Ruth Rissing-van Saan (ehemals Vorsitzende Richterin des u.a. für Köln zuständigen 2. Strafsenats am Bundesgerichtshof) aus erster Hand stammende Einblicke in Reformkonzepte zur beabsichtigten Neuregelung der Tötungsdelikte.
Jedoch widmeten sich die Veranstaltungen des Instituts im Jahr 2014/2015 nicht nur rechtspolitischen Themen: Herr Professor Dr. Georg Freund (Universität Marburg) und Dr. Lars Berster (Habilitand am Lehrstuhl von Herrn Professor Dr. Claus Kreß) beschritten gemeinsam eines der „dunkelsten Kapitel des Allgemeinen Teils“ und referierten bilateral - in ebenfalls familiärer Institutsatmosphäre - Spannendes zu Grund und Grenzen der strafrechtlichen (unechten) Unterlassungsdogmatik.
Ende Januar 2015 beleuchtete ein Vortrag von Frau Professorin Dr. Tatjana Hörnle (Humboldt-Universität zu Berlin) zum „Einverständnis bei Sexualdelikten“ ein rechtspolitisch aktuelles und vielerorts kontrovers diskutiertes Spannungsfeld und schlug von dort den Bogen zu dem für das moderne Strafrecht zentralen Autonomiebegriff.
Im weiteren Jahresverlauf schlossen sich Vorträge der Herren Professoren Christopher Hodges (Hochschullehrer am Centre for Socio-Legal Studies der Universität Oxford) und Mark Drumbl (Rechtslehrer für Völkerrecht und Völkerstrafrecht an der School of Law der Washington & Lee Universität) an. Professor Hodges sprach im Frühsommer über den wirtschaftsstrafrechtlich geprägten Themenkomplex „Law and Corporate Behavior“ und stellte dazu Auszüge seiner empirischen wie dogmatischen Forschung vor, die inzwischen in einem umfangreichen Band erschienen sind. Mark Drumbl bereicherte das Institut mit einem ebenso eindrucksvollen wie fesselnden Gedankenaustausch zum Thema „Kindersoldaten“.
Die zweite große, ebenfalls öffentlichkeitswirksame Fördervereinsveranstaltung, die zu Beginn des Sommersemesters 2015 stattfand, stand im Zeichen des Strafprozessrechts: Mit Impulsreferaten zu § 153a StPO wurde ein "dritter Weg" der Verfahrensbeendigung zwischen Freispruch und Verurteilung aufgezeigt und diskutiert. Im besonderen Fokus standen dabei die Funktion und Legitimation des § 153a StPO sowie Folgen der "Deal"-Entscheidung des BVerfG für die Einstellungspraxis. Als Rednerinnen und Redner wirkten Herr Professor Dr. Thomas Weigend (Universität zu Köln), Herr Honorarprofessor Dr. Björn Gercke (Rechtsanwalt einer Kölner Wirtschaftsstrafrechtssozietät) sowie Frau Dr. Kirsten Malitz (Oberstaatsanwältin der der Generalstaatsanwaltschaft Köln) mit.
Mit Herrn Professor Satoshi Shinada (Universität Osaka) empfing das Institut Mitte Juli einen aus Japan stammenden Gast. Der Einladung von Herrn Professor Dr. Martin Waßmer folgend referierte Herr Shinada über den Untreuetatbestand und dessen kriminalwissenschaftliche Bedeutung im japanischen Wirtschaftsstrafrecht.
Zum Schluss des akademischen Jahres 2014/2015 informierte Herr Professor Piotr Goralski (Universität Breslau), der für eine Woche Gast von Professor Dr. Michael Kubiciel war, einen kleinen Kreis Interessierter über die Geschichte der Kriminalisierung des Betäubungsmittelkonsums in Polen.
Den Auftakt zu dem neuen akademischen Jahr 2015/2016 machte eine weitere, an die breite Öffentlichkeit gerichtete Fördervereinsveranstaltung. Mit Herrn Professor Dr. Cornelius Nestler sprach ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der rechtlichen Aufarbeitung nationalsozialistischen Unrechts über bewegende (Einzel-)Schicksale zu Zeiten des Dritten Reiches und referierte über die Hintergründe, weshalb eine effektive Strafverfolgung und eine stetige Aufklärungsarbeit in diesem Bereich so immens bedeutsam ist, jedoch erst seit einigen wenigen Jahren nach jahrzehntelanger Untätigkeit staatlicherseits wieder verstärkt betrieben wird.
Wir danken allen Referentinnen und Referenten und hoffen, auch in diesem Jahr wieder eine angemessen große Bandbreite an interessanten und spannungsreichen Vorträgen angeboten zu haben. Wir freuen uns, auch im kommenden Jahr ein ähnlich breites thematisches Spektrum für Sie und die interessierte Öffentlichkeit bereithalten zu können.
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